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Gerolstein

gerolstein

358 m, ca. 7.500 Einwohner


Das Mittelzentrum Gerolstein ist Verkehrs- und Wirtschaftsmittelpunkt sowie staatlich anerkannter Fremdenverkehrs- und Luftkurort inmitten der Vulkaneifel. Mit seinen mächtigen Dolomitfelsen Auberg, Munterley, Hustley und Heiligenstein unmittelbar am Stadtrand prägt es eine der attraktivsten Tallandschaften am Oberlauf des Kyllflusses. Über dem Burgberg ebenfalls ein Dolomitfels und der Altstadt im Tal ragen die Trümmer der Löwenburg, einer früher bedeutenden schloßähnlichen Befestigung der Grafen von Blankenheim-Manderscheid-Gerolstein.
Gerolstein genießt weltweiten Ruf wegen seiner Mineralbrunnenbetriebe, in denen die als »Gerolsteiner Sprudel« bekannten alkalischen Säuerlinge mit starkem Kohlensäureanteil gefördert werden. Alte Förderanlagen am linken Kyllufer sowie ein neuer Großbetrieb im Gewerbegebiet »Gerolsteiner Maar« kennzeichnen den Charakter der Brunnenstadt. Unter den Geologen in aller Welt gilt Gerolstein mit seinem Umland als ein Mekka für Fossilienkundler. Dem tragen das neugeschaffene Geologisch-Paläontologische Museum mit umfangeichen erdgeschichtlichen Sammlungen und ein weitläufiger GEO-Park mit Aufschlusspunkten aller Erdzeitalter Rechnung. Museen. Alpinistik (Klettergarten Hustley), Angeln, Tennisplätze und -hallen, Hallen- und Freibad, Reiten.

Gerolstein besteht aus der Stadt Gerolstein und den Stadtteilen Bewingen, Büscheich-Niedereich, Gees, Hinterhausen, Lissingen, Michelbach, Müllenborn, Oos und Roth.

Geschichte

Das Buchenloch, eine Höhle in der Nordwand der Munterley, lieferte Funde, die bis in die ältere Steinzeit zurückreichen (Moustérien). Auch andere Höhlen des Massivs waren bewohnt. Später wurde die Niederterrasse des rechten Kyllufers besiedelt. Als Fliehburg diente die Dietzenley, deren ehemaliger Ringwall (sogenannte »Keltische Mauer«) in seinen Resten gut erhalten ist (bronzezeitliche Funde u.a. im Landesmuseum Trier). Aus römischer Zeit wurden mehrere Gutshöfe in der näheren und weiteren Umgebung festgestellt: Beim Bau der Erlöserkirche legte man auf einem 6 Morgen großen Gelände Teile eines ausgedehnten Landsitzes, die »Villa Sarabodis«, frei. In den Kämpfen der Völkerwanderungszeit wurde er zerstört. Im Brandschutt über den Mauerresten fanden sich Frankengräber mit Skeletten von mehr als 2 m Größe, zum Teil mit vollständigem Gebiss und Verletzungen von Beilhieben an Kopf und Schultern (s. Museum). Das Modell der am besten erhaltenen Badeanlagen, die nicht geborgen werden konnten, befindet sich neben vielen anderen Funden im Museum neben der Kirche. Ebenfalls zerstört wurde der »Juddekirchhof«, eine keltisch-römische Kultstätte mit mehreren Tempeln innerhalb eines ummauerten Berings, bei dem es sich nach Funden zu urteilen um einen bedeutenden und vielbesuchten Wallfahrtsort handelte. Aufgrund von Funden ist auch zu schließen, dass die versiegte Sidinger Quelle am Mühlenwäldchen schon in der Steinzeit benutzt worden ist. Der Landbesitz, heute noch Hofacker genannt, wurde Königsgut der Pippiniden. Pippin schenkte ihn 763 dem Kloster Prüm. Im Bereich um die Villa entstand die Ortschaft Sarresdorf. Um 1115 erbaute auf dem steil aus dem Tal der linken Kyllseite aufsteigenden Dolomitfels Gerhard I. von Blankenheim ein Schloss, Gerhardstein, woraus Gerolstein als Ortsbezeichnung entstand. Es wurde auch »Löwenburg« genannt. 1336 verlieh Kaiser Ludwig der Bayer dem Burgdorf die Stadtrechte. 1548 erbten, nach dem Aussterben der Blankenheimer, die Grafen von Manderscheid die Besitzungen. Kaiser Ferdinand III. bestätigte am 22. August 1653 das Stadtprivileg. 1691 wurden Burg und Stadt von französischen Truppen besetzt. Um sie zu vertreiben, schoss General von Eltern mit jülichschen Truppen vom Heidkopf aus die Burg in Brand, wobei die kleine Stadt ebenfalls völlig zerstört wurde. 1708 wütete wieder ein verheerender Brand, dem ein dritter 1784 folgte. Die letzte Katastrophe erlebte der Ort 1944/45 durch zahlreiche Bombenangriffe, denen ca. 80 Prozent der Gebäude zum Opfer fielen. 1794 gehörten zur Herrschaft Gerolstein die Orte Stadtkyll, Lissendorf und Roth. 1804 wurde der gräfliche Besitz versteigert, Gerolstein wurde Kantonssitz. 1953 erhielt die Stadt wieder die Stadtrechte.

Sehenswürdigkeiten

Die ev. Erlöserkirche erbaute der Kirchenbauverein Berlin 1913 und machte sie Kaiser Wilhelm II. zum Jubiläumsgeschenk. Sie ist im neoromanischen Stil nach Vorbildern aus dem 5. und 7. Jahrhundert von Baurat Prof. Schwechten entworfen. Sehenswert sind die Mosaikbilder und der Säulengang vom Chor zum Römisch-Germanischen Museum Villa Sarabodis. Die Erlöserkirche Gerolstein ist aufgrund ihres wertvollen Inneren (ausgestattet mit rund 24 Millionen Mosaiksteinen) nur zu Führungszeiten zu besichtigen. Die Führungen durch die Erlöserkirche Gerolstein sowie das benachbarte Museum "Villa Sarabodis" finden von April - Oktober, mittwochs und samstags jeweils um 10:00 und um 15:00 Uhr (vorbehaltlich kirchlicher Termine) statt. Gruppen können bei der Tourist-Information Gerolsteiner Land, Tel.: 06591/ 94 99 10, individuelle Termine vereinbaren.
Mitten im Gerolsteiner Wald liegt stimmungsvoll an legendenumwobener Stätte die Büschkapelle, ein beliebtes Marien-Wallfahrtskirchlein an Stelle einer vom Grafenhaus 1681 gestifteten Kapelle. Am Waldrand die Kriegergedächtnisstätte. Geologisch-Paläontologisches Museum (s.o.). Adler- und Wolfspark Kasselburg in Pelm bei Gerolstein mit Wolfsfütterung und Flugvorführung der Greifvögel (Tel.: 06591-4213).
Von den Höhen, besonders dem Aussichtsturm der Dietzenley (617 m) und dem Doppelturm der Kasselburg (37 m, Adler- und Wolfspark), breitet sich die Landschaft in einzigartiger Vielfalt bis zur Nürburg und Hohen Acht aus. Geologisch betrachtet, ist Gerolstein besonders interessant. Zum einen sind es seine Vulkanvorkommen verschiedener Altersstufen in allen Verwitterungsstadien. Die Vulkane Papenkaule nördlich und Munterley gehören zu den letzten Ausbrüchen des quartären Jungvulkanismus. Zum anderen sind es seine mitteldevonischen Versteinerungen, die weltweit in keinem geologischen Museum fehlen. Gefunden wurden Brachiopoden (Armfüßler), Korallen und Seelilienstiele. Ganze Seelilien (Crinoiden), die zu den gesuchtesten und schönsten Versteinerungen gehören, sind vereinzelte Zufallsfunde.

Jährliche Veranstaltungen

• »Frühlingskirmes«, Ende März
• Autofreier Sonntag »Kylltal aktiv«, 3. Wochenende im Juli
• »St.-Anna-Kirmes«, Ende Juli/Anfang August
• »Bauernmarkt« auf dem Arnoldy-Parkplatz, jeden Samstag vormittag
• »Führung bei der Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co.«, Montag - Freitag 15:00 Uhr

Örtliche Wanderwege

Es bestehen 5 Rollstuhlwanderwege und 17 örtliche Wanderwege mit einer Gesamtlänge von 232 km, markiert durch schwarze Zahlen auf weißem Grund. Der Eifelsteig, sowie die Eifelsteig-Partnerwege "Gerolsteiner Keltenpfad" und "Gerolsteiner Felsenpfad" führen hier entlang.
Geführte Erlebniswanderungen im Vulkaneifel European Geopark Gerolsteiner Land finden von Mai - Oktober immer dienstags um 10:00 Uhr ab der Tourist-Information Gerolsteiner Land, Brunnenstraße 10, Gerolstein statt. Außerdem werden verschiedene weitere Touren an ausgewählten Samstagen angeboten. Preis: 5,- € p.P. Information und Anmeldung: Tourist-Information Gerolsteiner Land, Tel.: 06591/ 94 99 10, e-mail: touristinfo@gerolsteiner-land.de


TW Gerolsteiner Land GmbH -Touristinformation
Brunnenstraße 10
54568 Gerolstein
Telefon: 00 49 (0) 65 91 / 94 99 10
Telefax: 00 49 (0) 65 91/ 94 99 119

www.gerolsteiner-land.de

www.gerolstein-eifel.de


Gerolstein bei google maps



Gastgeber in Gerolstein:


Hotels:

Landhaus Müllenborn Anfrage
Auf dem Sand
54568 Gerolstein-Muellenborn

kleine Villa am Turm
Poststr. 12
Birresborn 54574

Wolfhotel
Birresborner Strasse 8
54574 Kopp bei Gerolstein

Haus Huschens
54568 Gerolstein - Michelbach


Pensionen:

Pension Erna Kraemer
Gartenstrasse 3
54568 Gerolstein

Pension Auberg
Lindenstr. 32
54568 Gerolstein


Ferienwohnungen:

Ferienhaus Panoramablick
Gartenstrasse 3
54568 Gerolstein

Ferienwohnungen Dolomit
Sarresdorfer Str. 2
54568 Gerolstein

Haus zu den Quellen
Müllenborner Straße 125
54568 Gerolstein

Haus Weitblick
Gerolstein-Müllenborn 54568


Campingplätze:

Camping Felsenhof
Am Stausee    
54568 Gerolstein

 


Wohnwagenstellplätze:

Wohnmobilstellplatz am Hallen-und Freibad
Raderstraße
10 Stellplätze
54568 Gerolstein

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