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Köln

Nordrhein-Westfalen,
55 m, 1.000.000 Einwohner

Gastgeber in Köln


Die Domstadt am Rhein ist Sitz der Bezirksregierung Köln und des Landschaftsverbandes Rheinland. Sie ist zugleich Universitäts- und Messestadt sowie ein kulturelles Zentrum mit Kunstdenkmälern aus zwei Jahrtausenden.
Rundfunk- und Fernsehanstalten, Musikhochschule, Kunsthochschule für Medien, höhere Fotofachschule, Fachhochschule, einzige Sporthochschule der Bundesrepublik. Bedeutender Industrie- und Handelssitz. Deutsche Lufthansa. Ford. Große Versicherungsunternehmen.

Zahlreiche Museen, Philharmonie, Theater (Schauspielhaus, Halle Kalk, Theater am Dom und eine Vielzahl privater Theater), »Kölner Hänneschen Theater«, ein mundartliches Stockpuppentheater, Volkstheater Millowitsch, Kabaretts und Oper. Zoologische und botanische Gärten, Aquarium. Seilbahn über den Rhein, Rheinpark mit Tanzbrunnen, Grüngürtel mit Parkanlagen. Jugendherbergen, Campingplätze. Hallen- und Freibäder (Erlebnisbad »Aqualand«).

Geschichte:
Köln zählt zu den ältesten Städten des Abendlandes. Seine über 2000 jährige Geschichte ist bis in die prähistorische Zeit nachweisbar. Das Dorf der bandkeramischen Kultur von Köln-Lindenthal stammt aus der Zeit um 5000 v. Chr. Die um 38 v. Chr. von M. Vipsanius Agrippa nebst einem Zwei-Legionen-Lager gegründete Stadt »Oppidum Ubiorum« mit der »Ara Ubiorum« war Verwaltungssitz und Kulturmittelpunkt. Später hieß die neue Stadt Colonia Claudia Ara Agrippinensium, im 4. Jh. Colonia Agrippina. Die Franken benutzten die Kurzform Colonia, aus der dann schließlich Köln wurde. Die Stadt gewann immer mehr politische und wirtschaftliche Bedeutung. 69 n. Chr. wurde hier Vitellius zum Imperator ausgerufen. Unter Kaiser Domitian war Köln Hauptstadt der Provinz Germania inferior. Im Jahre 310 gründete Konstantin der Große das Castrum Divitensium – das heutige Deutz –, das, durch eine feste Holzbrücke mit der Stadt verbunden, ein vorgeschobenes Bollwerk der Rheinmetropole, die Limesstadt im äußersten Nordwesten des Imperiums war. Eine Strecke der Römerstraße von Bonn nach Neuss ist noch heute als Hohestraße Mittelpunkt der Stadt.
Seit dem frühen 4. Jh. war Köln Episkopalsitz; erster bekannter Bischof war Bischof Maternus, der erste Dom stand vielleicht an der Stelle des heutigen Doms. Nach 456 eroberten die Franken das römische Köln, das nunmehr zur Residenz der ripuarischen Könige wurde. Als Karl der Große seinen Hofkaplan Hildebold zum Erzbischof von Köln erhob, wurden die Bistümer Lüttich, Utrecht, Münster, Osnabrück und Minden Köln unterstellt. 870 wurde ein Neubau des Doms geweiht. Mitte des 11. Jh. beherbergte die Stadt 14 Stifte und Abteien. 1164 wurden die Gebeine der Hl. Drei Könige nach Köln in den Dom überführt und machten ihn zu einem der besuchtesten Wallfahrtsorte der Christenheit. 1288 erreichte die Bürgerschaft Selbständigkeit, und die Erzbischöfe residierten nun in Brühl und in Bonn. Die Stadt wurde eine der starken Stadtrepubliken des Mittelalters. Im 12. Jh. nahm der Kölner Handel und Warenumschlag den ersten Platz in Deutschland ein. – Mit der Grundsteinlegung des neuen Doms 1248 kam die Hochgotik nach Köln. Eine französische Königskathedrale wurde den Hl. Drei Königen errichtet. – Wirtschaftlicher Aufstieg und auch Niedergang zeichneten die folgenden Jahrhunderte. Die Stadt wurde 1794 von den französischen Revolutionstruppen kampflos eingenommen. Die Besatzer schlossen die Universität und säkularisierten Stifte und Klöster. Das Erzbistum wurde aufgehoben, und Köln hatte vorübergehend den Status einer französischen Landstadt. – Erst unter preußischer Herrschaft (nach 1814) gewann Köln wieder seinen alten Platz als bedeutende Handels- und Gewerbestadt. Industrie, Banken und Versicherungen sowie die zentrale Verkehrslage Kölns brachten neuen Aufstieg. Auch eine kulturelle Wiederbelebung setzte ein. 1821 wurde das Erzbistum wiederhergestellt; die Universität wurde 1919 neu gegründet. – Im Zweiten Weltkrieg wurde die Altstadt zu etwa 90 Prozent zerstört. Kaum eines der historischen Gebäude wurde verschont. Vieles, vor allem die romanischen Kirchen, wurde jedoch nach dem Krieg wiederhergestellt, so dass Köln auch kulturell seinen Metropolenstatus behielt.

 

Sehenswürdigkeiten:
Wahrzeichen der Stadt war und ist der Dom. Als größte gotische Kathedrale in Deutschland (144 m lang, 86 m breit, 157 m hoch) zog sich seine Fertigstellung von 1248–1880 hin. Er besitzt u.a. bedeutende Glasmalereien und Skulpturen der hohen Gotik, das »Dombild« von Stephan Lochner, den Goldschrein der Hl. Drei Könige, eine großartige Schatzkammer sowie die größte freischwingende Kirchenglocke der Welt, die Petersglocke. – Köln ist zudem reich an romanischen Kirchen: u.a. St. Aposteln, die bedeutendste (1192– 1220), St. Andreas (13.–15. Jh.), St. Georg, die einzig erhaltene Säulenbasilika des Rheinlands (um 1060), St. Gereon mit dem berühmten Dekagon (4.– 13. Jh.), St. Maria im Kapitol mit einem epochemachenden Dreikonchen- oder Kleeblattchor und berühmten holzgeschnitzten Türen aus dem 11. Jh. (700 gegründet, 10.–11. Jh.), St. Pantaleon mit dem Grabmal der Kaiserin Theophanu (10.–11. Jh.), St. Severin (um 9.–15. Jh.) mit einem unterirdischen Friedhof mit römischen und fränkischen Sarkophagen und St. Ursula (12. Jh.) mit der »Goldenen Kammer«. Weitere sehenswerte Kirchen sind die Minoritenkirche (13.–14. Jh) mit dem Grabmal des Gesellenvaters Adolf Kolping, die Antoniterkirche mit einer Gedenkstätte für die Gefallenen der Weltkriege und dem Todesengel von Ernst Barlach und St. Kolumba mit der »Trümmermadonna«. – Die Sehenswürdigkeiten aus römischer Zeit sind ebenfalls zahlreich: U.a. eine Besichtigung wert sind das römische Dionysos-Mosaik und das Grabmal des Lucius Poblicius im Römisch-Germanischen Museum, die Ausgrabungen des römischen Praetoriums unter dem neuen Rathaus, der Römerturm, Reste der Stadtbefestigung von 1200. – Einen Besuch lohnen zudem der Gürzenich, ein wiederhergestellter und innen neu gestalteter mittelalterlich-gotischer Festbau (1437–1444), heute Ort von Empfängen, Konzerten, Karnevalsfesten und Kongressen, das Overstolzenhaus, das einzige erhaltene romanische Patrizierhaus Kölns (Anfang 13. Jh.) und das alte Rathaus (14.–16. Jh.) mit dem seit 1995 wieder mit 124 Figuren geschmückten gotischen Ratsturm.
Museen: Wallraf-Richartz-Museum (abendländische Malerei vom 13.–19. Jh., Kölner Malerschule, niederländische und altdeutsche Tafelmalerei) und Museum Ludwig (europäische und amerikanische Kunst des 20. Jh.) (Tel. 0221/221-2379 und 3491); Römisch-Germanisches-Museum (Tel. 0221/221-4438/4590/ 2304); Schnütgen-Museum in der Cäcilienkirche mit kirchlicher Kunst vom Mittelalter bis zum Barock (Tel. 0221/221-3620); Kölnisches Stadtmuseum im Zeughaus (Tel. 0221/221-2352); Museum für Angewandte Kunst mit Kunsthandwerk vom Mittelalter bis zur Gegenwart (Tel. 0221/221-6714); Rautenstrauch-Joest-Museum mit völkerkundlicher Sammlung (Tel. 0221/396946; Museum für Ostasiatische Kunst (Tel. 0221/405038), Kölnischer Kunstverein mit wechselnden Ausstellungen zur Kunst des 20. Jh. (Tel. 0221/221-3740); Joseph-Haubrich- Kunsthalle mit wechselnden Ausstellungen (Tel. 0221/221- 2335); Käthe-Kollwitz-Museum (Tel. 0221/2272363) und Schokoladenmuseum (Tel. 0221/ 93188811).


Rundfahrten:
Organisierte Stadtführungen per Bus und zu Fuß.

 

Regelmäßige Feste und Veranstaltungen:
Karneval mit Rosenmontagszug im Februar;
Westdeutsche Kunstmesse jährlich im Wechsel mit Düsseldorf im März;
Kunsthandwerk-Markt in der Altstadt jeden 3. Samstag im Monat;
Open-Air-Veranstaltungen im Tanzbrunnen (Rheinpark) von April bis Oktober;
Internationale Ostereier-Börse und Frühlingskirmes in Köln-Deutz im April;
Weinwoche auf dem Neumarkt im Mai;
Romanischer Sommer (Konzerte in verschiedenen romanischen Kirchen) im Juni;
Mülheimer Gottestracht (Schiffsprozession) an Fronleichnam;
Kölner Sommer (diverse Freiluftveranstaltungen) im Juli/August;
Internationale Sommerakademie des Tanzes im Juli;
Internationales ASV-Leichtathletik-Sportfest im August;
Kölner Bücherherbst im September;
Philatelia (Köln Messe) im Oktober;
Herbstvolksfest in Köln-Deutz im Oktober;
Art Cologne (Messe für moderne Kunst) im November;
Weihnachtsmärkte November bis Dezember

 

Verkehrsbüro:

Verkehrsamt der Stadt Köln
Unter Fettenhennen 19
50667 Köln
Tel. (0221) 221-3345, Fax (0221) 221-3320

Prospektanforderung


Homepage:
www.koeln.de





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