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Nordrhein-Westfalen, |
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Am Rhein gelegen, nennt sich die ehemalige Bundeshauptstadt der Bundesrepublik Deutschland heute Bundesstadt. Bonn ist Universitätsstadt und Geburtsort Ludwig van Beethovens. Es umfasst die Stadtbezirke Bonn, Bad Godesberg (im Süden), Beuel (am rechten Rheinufer) und Hardtberg (im Westen). Die obersten Bundesorgane wie Bundestag und Bundesrat (Bundeshaus), Bundespräsident (Villa Hammerschmidt), Bundeskanzler, Bundesministerien, Botschaften und Konsulate haben hier ihren Sitz. Auf eine lange Tradition kann die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, heute mit pädagogischer Fakultät, zurückblicken. | ||||
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Das alte Rathaus
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| Neben den zahlreichen Akademien bietet Bonn ein umfangreiches Angebot an Schulen, u.a. berufsbildende Schulen, Volkshochschulen und eine Musikschule. Ergänzend stehen den Lernenden Universitätsbibliothek (1,1 Millionen Bände), Wissenschaftliche Stadtbibliothek und Archiv, Stadtbücherei und Städtische Musikbücherei zur Verfügung. Wirtschaft und Industrie (eigene Industrie- und Handelskammer) stellen mehr als 14000 Arbeitsstätten des verarbeitenden Gewerbes im Stadtbereich, 38 Handwerker-Innungen und etwa 180000 Arbeitsplätze. Bäder und Kureinrichtungen: 10 Hallen-, Frei- und Kombibäder, 11 Lehrschwimmbecken, zwei Heilbädereinrichtungen, eine Mineralquelle und eine Trinkhalle. Jugendgästehäuser in Bonn und im Stadtbezirk Bad Godesberg, Campingplätze. Kulturelle Einrichtungen: Oper der Stadt Bonn (Oper, Ballett) und Schauspiel Bonn (Kammerspiele, Halle Beuel und Werkstattbühne), Contra-Kreis-Theater, Kleines Theater Bad Godesberg, Euro Theater Central, »Springmaus?-Theater, Theater der Jugend, Orchester der Beethovenhalle Bonn, Philharmonischer Chor der Stadt Bonn, Klassische Philharmonie Telekom Bonn mit Chur Cölnischem Chor. Museen: Kunstmuseum, Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Rheinisches Landesmuseum, Zoologisches Museum Alexander Koenig, Beethoven-Haus, August-Macke-Haus, Frauen-Museum, u.a. |
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| Geschichte: Bonn, keltischen Ursprungs, war als »Castra Bonnensia« wichtiges Standlager in der Verteidigungslinie des römischen Imperiums. Erste literarische Erwähnung anläßlich des Brückenschlages des Drusus über den Rhein (129 v. Chr.). Die zahlreichen Funde aus dieser Zeit befinden sich im Rheinischen Landesmuseum. Im Mittelalter bedeutender Stifts- und Marktort, wurden Bonn durch Konrad von Hochstaden 1244 die Stadtrechte bestätigt und Befestigungen angelegt. Die Bedeutung der Stadt wuchs, als die Kölner Kurfürsten und Erzbischöfe 1597 ihre Residenz nach Bonn verlegten. Eine Blütezeit begann unter der Herrschaft der Kurfürsten aus dem Hause Wittelsbach. Der prachtliebende Clemens-August (17231761) schuf Schloßbauten, Parks und Alleen von bleibendem Wert. Die von Kurfürst Max-Friedrich 1773 gestiftete Akademie wurde 1786 zur Universität erhoben. Die Neugründung als Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität erfolgte 1818. Von 17941814 unter französischer Herrschaft, von 18141945 unter preußischer und jetzt zu Nordrhein-Westfalen gehörig, wurde Bonn 1949 zur vorläufigen Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland gewählt. 1969 erfolgte die kommunale Neugliederung des Bonner Raumes. Bonn blieb kreisfreie Stadt und wurde mit Bad Godesberg, Beuel und acht weiteren Gemeinden zusammengeschlossen; der übrige Teil des Landkreises Bonn sowie der Siegkreis wurden zum Rhein-Sieg-Kreis zusammengefaßt. 1989 beging Bonn seine 2000-Jahr-Feier. Der deutsche Einigungsvertrag bestimmte 1990 Berlin zur Bundeshauptstadt. Infolgedessen beschloß der deutsche Bundestag 1991, seinen Sitz und den Kernbereich der Regierungsfunktionen nach Berlin zu verlegen. Acht Ministerien bleiben ganz, drei weitere zum größten Teil in Bonn. Der Bundesrat behält seinen Sitz in der Bundesstadt Bonn. Die Konkretisierung des Umzugsbeschlusses durch das sogenannte »Bonn-Berlin-Gesetz« erfolgte 1994. |
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| Sehenswürdigkeiten: Auf dem Münsterplatz mit dem Beethovendenkmal befindet sich das Bonner Münster mit einem Kreuzgang, eine der schönsten und kunstgeschichtlich wichtigsten romanischen Kirchen des Rheinlandes (11.13. Jh.). Mittelpunkt der Stadt ist der dreieckige Marktplatz mit Brunnensäule und Rathaus (1737). Unweit davon befindet sich in der Brüdergasse die gotische Remigiuskirche (12721317). In der nahen Bonngasse steht die Namen-Jesu-Kirche mit wirkungsvoller Barockfassade (16861717), weiter in der Bonngasse Nr. 20 das Beethoven-Geburtshaus. Die Kennedybrücke (3 Bogen, 16 m breit und mit Rampen 800 m lang) bietet eine herrliche Aussicht auf die Stadt und das Siebengebirge. Nördlich der Brücke steht die Beethovenhalle (Konzert- und Kongreßhalle). Südlich der Brücke befinden sich die Oper, die Dampfer- und Bootsanlegestellen und der Alte Zoll mit schöner Aussicht auf den Rhein; daran schließen sich Stadt- und Hofgarten mit gepflegten Anlagen an. Von der Brücke rheinaufwärts über das Bundeshaus hinaus und rheinabwärts führt die mit 29 km Länge an beiden Ufern längste Uferpromenade am Rhein. Vom Alten Zoll bis in die Nähe des Münsters erstreckt sich die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, seit ihrer Gründung 1818 im ehemaligen Kurfürstlichen Schloß untergebracht (16971725). Im Mittelbau beeindruckt ein von Arkaden umgebener Innenhof. An der Hofgartenseite des Haupttraktes ist eine schöne Madonnenstatue eingelassen Regina Pacis (1744). Den langgestreckten Ostflügel unterbricht das Koblenzer Tor mit einer vergoldeten Michaelfigur aus Blei. An der nach Süden führenden Adenauerallee liegen zum Rhein hin zahlreiche Villen mit parkähnlichen Gärten. Die Nr. 79 ist das Ernst-Moritz-Arndt-Haus (1819) mit schönem Rosengarten. Weiter links das Auswärtige Amt. Rechts befindet sich das Museum Alexander Koenig, ein von Prof. Koenig (18581934) gegründetes und 1929 dem Staat geschenktes Forschungsinstitut; heute eines der bedeutendsten zoologischen Museen in Europa (& 0228/91220, Fax 216979). Es schließt sich die »Museumsmeile Bonn« an, mit dem Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, das die Geschichte Deutschlands ab 1945 zeigt (& 0228/9165-0, Fax 9165-302), dem Kunstmuseum Bonn mit den Rheinischen Expressionisten um August Macke und deutscher Kunst seit 1945 (& 0228/776260, Fax 776220), der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland mit Ausstellungen aus den Bereichen der Bildenden Kunst, der Wissenschaft und Technik, der Geschichte und der Architektur (& 0228/9171-200, Fax 234154). Der südliche Teil der Adenauerallee ist jetzt das eigentliche Regierungsviertel der Bundesstadt. Das Haus Nr. 135, weit zurückliegend im Park, ist die Villa Hammerschmidt, seit 1950 Haus des Bundespräsidenten; daneben Haus Nr. 141, das Palais Schaumburg, einst Amtssitz des Bundeskanzlers, daneben das neue Bundeskanzleramt. Zum Rhein hin liegt das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, an der Görresstraße das Bundeshaus mit dem neuen Plenarsaal. Südlich im Anschluß an das Bundeshaus ragt das Hochhaus auf mit 159 Arbeitszimmern für Abgeordnete, Beratungsräumen für Ausschüsse und Bibliothek. Weiter südlich der Freizeitpark Rheinaue. Westlich des Bahnhofs in der Colmanstraße liegt das Rheinische Landesmuseum mit einer reichen, ganz auf das Rheinland beschränkten Sammlung, die vorgeschichtliche, römische und fränkische Altertümer, mittelalterliche Kunstwerke und eine Gemäldegalerie beherbergt. Etwa 10 Minuten vom Bahnhof entfernt liegt an der Bornheimer Straße der Alte Friedhof mit den Gräbern von Ernst Moritz Arndt, der Mutter Beethovens, der Gattin Schillers und ihres Sohnes Ernst, August Wilhelm von Schlegel, Adele Schopenhauer, Robert und Clara Schumann, Karl Simrock und vielen weiteren Geistesgrößen des 19. Jh. Westlich vom Bahnhof führt vom Kaiserplatz die Poppelsdorfer Allee zum Poppelsdorfer Schloß, dem ehemaligen Kurfürstlichen Lustschloß Clemensruhe (17151753) mit kreisrundem Arkadenhof, das jetzt als naturwissenschaftliches Institut dient. Gleich daneben befindet sich der Botanische Garten. Südwestlich erhebt sich der Kreuzberg (156 m), mit einer alten Wallfahrtstätte, einem Franziskanerkloster und einer weit sichtbaren Barockkirche (17. Jh., »Heilige Stiege«). Über die Argelanderstraße erreicht man den waldreichen Venusberg mit den Universitätskliniken, überragt vom Sendemast des WDR-Senders Bonn (105 m). Das rechtsrheinische Bonn-Beuel beherbergt als besonderes Kleinod die Doppelkirche Schwarzrheindorf, 1151 in Gegenwart König Konrads III. geweiht und berühmt für den größten zusammenhängenden Zyklus romanischer Wandmalereien über das Alte Testament in Deutschland.
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| Regelmäßige Feste und Veranstaltungen: »Rhein in Flammen« im Freizeitpark Rheinaue am 1. Mai-Samstag; »Pützchens Markt«, größter Jahrmarkt des Rheinlandes, am 2. September-Wochenende; Freiluft-Kulturprogramm »Bonner Sommer« von Mai bis September; Poppelsdorfer-Schloß-Konzerte; Beethoven-Fest alle 2 Jahre
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| Örtliche Wanderwege: Es bestehen örtliche Wanderwege mit einer Gesamtlänge von 56 km. Bonn ist hauptsächlich in der WK 1:50000 »Naturpark Kottenforst-Ville« (Nr. III und IV des Eifelvereins) abgebildet.
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| Verkehrsbüro: Tourist-Information In der Passage Cassius-Bastei Münsterstraße 20, 53004 Bonn Tel. (0228) 773466 Prospektanforderung Homepage: www.bonn.de |
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